Vom Wert der Dinge.

Was kostet "das"?

"Komm, lass uns mal einen Kaffee holen"...
Und schon setzt man den Blinker rechts, Raststätte raus.
Schnell noch für 70 Cent auf die Toilette und dann rein in die Tanke.
Und erstmal für 4,- Euro einen Cappuccino aus dem Automaten lassen, natürlich umweltbewusst, im praktischen Papierbecher (der subventioniert über die halbe Erde produziert und gekarrt werden muss, um dann nach 10 Minuten "Genuss" in den nächsten Mülleimer zu wandern).

"Ich brauche ein paar neue Sneakers"....
Und schon wird bei Zalando und Konsorten der neuste Trend gekauft. Natürlich das neueste Modell, das "alte" ist ja schließlich schon mit einem Jahr uralt. Die Lohn und Materialkosten sind natürlich extrem hoch in den Ländern, in denen die "Top Brands" produziert werden, Menschlichkeit, Nachhaltigkeit sind selbstverständlich.
Gleich mal ein, zwei Paar mehr bestellt, man will ja schließlich alle Größen mal probieren, der Rest wird einfach zurückgeschickt. Kostet mich ja nichts.

Schnell bei Preisvergleich und anderen Portalen verglichen, wo man wirklich das beste Schnäppchen bekommt. Ist ja egal, ob der Verkäufer im Ausland sitzt, und keine Steuern bezahlt, ob aus der Garage verkauft wird, und ob alle Mitarbeiter vorher entlassen wurden, weil der Laden vor Ort zu teuer war, und die Lohnkosten zu hoch.

Die Brötchen beim Discounter werden doch frisch im Automaten gebacken, und kosten so gut wie nichts. Gesund ist das natürlich alles auch, schließlich sieht die neue "Bio" Linie ja so toll grün und fresh aus. Ist mir doch egal was der Bauer für seine Milch bekommt, ist doch nur ein Bauer und 'ne blöde Kuh. Das doppelt so teure Cola wird ja schließlich auch im Nachbarort produziert und ist viel gesünder.

Beim eigenen Lohn, man arbeitet und lebt schließlich in Deutschland, soll die Gewerkschaft es richten, der Chef mehr bezahlen. Schließlich kostet das Leben so viel. 
Nach uns die Sintflut...

Was ist eigentlich mit den "wertvollen Dingen"?

Nein, nicht der 4,- Euro Kaffee an der Tankstelle. Nicht die 200,- Euro Jeans und auch nicht die neusten Saisonangebote von den Discountern.
Gute Dinge. Dinge, die man braucht, die man ständig benutzt, die man nicht weg wirft.
Die alte Pfanne von der Oma, die alten Messer. Die gute Pfeffermühle...
Vielleicht sogar Produkte, die von Menschen in Deutschland gefertigt wurden. Menschen, die auch ihr Geld verdienen wollen und müssen, denen es gut gehen soll, und deren WERT man schätzt?

Waurm nicht einfach mal überlegen was man kauft, warum, und ob es das wert ist?
Warum nicht einfach mal gute Dinge kaufen, und einen fairen Preis bezahlen?

Für uns ist es eine ganz besondere Ehre und Freude mit Menschen, Unternehmen und Partnern zu arbeiten, deren Werte man schätzt und lebt. 

Wertvoll eben.

Vielen Dank für dein Interesse. Vielleicht konnten wir dir einen kleinen Anstoß geben selbst wertvoll zu sein und andere wertvoll zu behandeln.